Schreibkünstler zu Besuch

Bis 1920 wurde in allen Schulen, Staats- Gerichts- und Gemeindekanzleien und überall die sogenannte “Alte deutsche Schrift”, auch “Kurrent-Schrift” genannt, angewendet. Bis ca. 1970 musste diese Schrift noch in den Oberstufenschulen gelernt werden, doch man hat sie dann bald wieder vergessen.

Nun gibt es  Schreibfreudige, welche diese Kurrent-Schrift als Hobby in ihrer Freizeit schreiben. Auch Paul Schärli macht dies und hat Ende September im museumdietu mit seiner eigenen Feder und Tinte, mit absolut ruhiger Hand und schön geschwungenen Buchstaben und Wörtern einen kurzen Text geschrieben. Es sieht aus wie gedruckt!

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Paul Schärli beim Schreiben der Kurrent-Schrift

Ein Zeugnis dieser Schreibkunst aus alter Zeit ist im Dorfmuseum vorhanden. Vor 140 Jahren mussten an der Schule Eppenwil die Schüler jedes Jahr eine Kurrent-Schriftprobe in Form eines kurzen Textes auf ein Blatt schreiben, ohne Fehler und ohne Tintenklecks. Beim Schreibtext steht auch der Name des Schülers/Schülerin. Der damalige Lehrer hat die Schriftproben zu kleinen Büchlein gebunden und aufbewahrt. Mehrere dieser Schreibbüchlein von 1880-1890, können im museumdietu angesehen werden.

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Im Museum zu Besuch waren auch Martha und René Vögtli-Lingg und erzählten Albert Häfliger von ihren neuesten Familienforschungen